Grundschule Helenental
Grundschule Helenental

Richtiges Verhalten im Linienbus will gelernt sein

Anfang November 2016 haben alle Erstklässler der Grundschule Helenental und der Schule am Fuchsrain in einer Busschule gelernt, wie sie sich am und im Bus verhalten sollen, so dass alle sicher in der Schule und zu Hause ankommen.

Sabine Hörner-Zimmermann, Mitarbeiterin der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) in der Abteilung Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), leitete die zweistündige Schulungen pro Klasse und brachte den Grundschülern alles zum Thema Sicherheit im und am Bus bei.

Auch kindgerechte Busschule beginnt mit Theorie. Zunächst zeigte sie den Film „Anna und der Bus“: Anna fährt zum ersten Mal alleine mit dem Bus zur Schule und wird von ihrem sprechenden Stofftier Willi begleitet. Die Fehler, die Schüler/innen im Film während der Fahrt mit dem Bus gemacht hatten, wurden anschließend besprochen.

Danach wurde an einem echten Linienbus, den die BKW/ BWV (Bad Wildunger Verkehrsbetriebe GmbH) zur Verfügung stellte, an der Haltestelle Heloponte das Anstellen in der Reihe geübt und was passiert, wenn durch Drängeln, die Tür blockiert wird. Auch dem Busfahrer gegenüber freundlich zu sein wurde thematisiert. Danach ging es auf die Festplatzwiese. Fragen wie „Was ist ein Nothammer, wo sind die Notausstiege, wo ist der Verbandskasten, warum muss ich sitzen bleiben und mich gut fest halten, warum soll der Ranzen zwischen die Beine auf die Erde?“ wurden hier kindgerecht beantwortet. Willi und Wummi, ein Igel und ein Elefant aus Stoff, halfen, die Sicherheitsvorkehrungen im Bus zu erklären. Wummi, der auf der Rückbank saß, flog mit seinem Ranzen bei Gefahrenbremsungen von 10, 20 und 30 Stundenkilometern durch den Bus. „Man merkt danach, dass die Kinder, aber auch die begleitenden Lehrer/innen beeindruckt sind, was bei einer Gefahrenbremsung alles passieren kann, wenn sie nicht richtig im Sitz sitzen. Die Schüler lernen so auf anschauliche Weise, dass sie durch ihr Verhalten viel zur Sicherheit im Bus beitragen können“ sagt Sabine Hörner-Zimmermann.

Dann wurde den Schülern/innen vor Augen geführt, wie weit sie sich von der Bordsteinkante entfernt halten sollen: Stellvertretend für drängelnde Kinder wurden vier Hütchen (Pylonen) im Abstand von 10 bis 80 cm zum Bordstein aufgestellt. Die Hütchen wurden bei der Einfahrt in die Haltestelle vom ausschwenkenden Bus zum Teil überfahren. Erklärt wurde, dass ein Bus in etwa so schwer ist wie drei Elefanten. Und was passieren kann, wenn einem drei Elefanten über den Fuß trampeln zeigte ein Experiment: Rohe Kartoffeln in einem Schuh wurden vom Bus überrollt. Übrig blieb nur Kartoffelbrei. Spätestens da war allen Schülern klar, warum sie einen großen Abstand zur Bordsteinkante einhalten sollten.

Zum Schluss durfte jeder Busschüler einmal auf dem Fahrersitz Platz nehmen. Die „Toten Winkel“ des Busses und auch die Funktion der vielen Knöpfe wurde von den an den Schulungen beteiligten Busfahrern geduldig und ausführlich erklärt und die Schüler/innen durften die Türen öffnen und schließen. Dabei lernten sie zum Beispiel, dass die Reversiereinrichtung den Schließvorgang der Türen unterbricht, wenn etwas dazwischen kommt. Was sonst Unfälle verhindern soll, durften die Schüler/innen in der Busschule ausprobieren und sich einklemmen lassen.

Zum Schluss bekamen die Schüler/innen von der EWF zur Erinnerung ein Buch mit der Geschichte „Anna und der Bus“ bzw. einen kleinen Stoffigel.

Die Busschule ist eine gute Sache und macht Gefahren anschaulich, so ist sich das Team der Grundschule Helenental einig. Das Thema sollte ebenfalls von den Eltern zu Hause angesprochen und vertieft werden.

Die Busschulung erfolgt an unserer Schule in den ersten Klassen am Schuljahresbeginn und in den vierten Klassen am Schuljahresende.

Text verändert nach Vorlage der EWF

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